Die Kommunikationsdesigner Weiterbildung vermittelt umfassende Kompetenzen für die Planung, Gestaltung und Umsetzung moderner Kommunikations- und Medienprojekte. Die Teilnehmenden lernen, kreative Gestaltung mit strategischem Marketing, digitaler Medienproduktion und nutzerzentriertem Design zu verbinden. Ziel der Weiterbildung ist es, Kommunikationskonzepte zu entwickeln, visuelle Inhalte professionell umzusetzen und digitale Medienkanäle gezielt einzusetzen. Neben gestalterischen Fähigkeiten werden auch analytische und strategische Kompetenzen vermittelt, die für erfolgreiche Kommunikations- und Designprojekte erforderlich sind.
Zu Beginn der Weiterbildung werden grundlegende Kenntnisse aus dem Bereich Marketing und Kommunikation vermittelt. Die Teilnehmenden beschäftigen sich mit Marktforschung und Marktanalyse, um Zielgruppen besser zu verstehen und Kommunikationsstrategien fundiert planen zu können. Dabei werden Methoden zur Zielgruppenanalyse sowie zur Ermittlung von Customer Insights vorgestellt. Modelle wie die Limbic Map helfen dabei, emotionale Motive von Konsumentinnen und Konsumenten zu analysieren und Kommunikationsbotschaften gezielt auszurichten. Darüber hinaus wird die Customer Experience (CX) betrachtet, also die Gesamtheit der Erfahrungen, die Kundinnen und Kunden mit einem Unternehmen oder einer Marke machen. Ergänzend werden klassische Marketingmodelle wie die 4Ps (Product, Price, Place, Promotion) vermittelt, die als Grundlage für Produkt-, Preis- und Vertriebsstrategien dienen. Auch Unterschiede zwischen B2B- und B2C-Kommunikation sowie die Entwicklung geeigneter Kommunikationsstrategien und -kanäle werden behandelt.
Ein zentraler Bestandteil der Weiterbildung ist der Bereich Digitales Marketing. Hier lernen die Teilnehmenden unterschiedliche Marketingformen und Medienwerbung kennen und erhalten einen Überblick über aktuelle Trends im Online-Marketing. Dazu gehören Content Marketing und Storytelling, mit deren Hilfe Inhalte zielgruppenorientiert entwickelt und kommuniziert werden können. Zudem werden Gestaltungsmöglichkeiten mit Tools wie Canva vermittelt. Weitere Inhalte sind der Einsatz von Content-Management-Systemen (CMS) sowie Strategien der Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenwerbung (SEA). Die Teilnehmenden lernen außerdem den Einsatz von Google Ads, Grundlagen des Mobile Marketings sowie Marketingstrategien wie Push- und Pull-Marketing oder Pay-Per-Click-Modelle (PPC) kennen. Ergänzend werden verschiedene Sonderwerbeformen wie Display Advertising, Affiliate Marketing und virales Marketing vorgestellt. Auch Strategien wie Retargeting und Remarketing, Social Media Marketing, Email- und Newsletter-Marketing sowie Cross-Channel- und Cross-Media-Konzepte werden behandelt, um einen ganzheitlichen Marketing-Mix zu entwickeln.
Im Rahmen der Weiterbildung wird außerdem der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Arbeitsprozess thematisiert. Die Teilnehmenden lernen verschiedene KI-Technologien kennen und erfahren, wie diese beispielsweise bei der Erstellung von Inhalten, der Analyse von Daten oder der Automatisierung von Marketingprozessen eingesetzt werden können.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich Web Analytics und Social Media Monitoring. Hier lernen die Teilnehmenden, wie digitale Kommunikationsmaßnahmen anhand von Kennzahlen bewertet werden können. Im Fokus stehen Key Performance Indicators (KPIs), Monitoring-Prozesse sowie Analysewerkzeuge wie Google Analytics, mit denen sich Nutzerverhalten und Kampagnenergebnisse auswerten lassen.
Ergänzend wird das Thema Chatbots und Dialogdesign behandelt. Dabei lernen die Teilnehmenden, wie automatisierte Kommunikationssysteme im Marketing eingesetzt werden können und welche Rolle dialogbasierte Technologien für digitale Kundeninteraktionen spielen.
Im Modul Erfolgsmessung und Budgetierung beschäftigen sich die Teilnehmenden mit der wirtschaftlichen Planung und Bewertung von Kommunikations- und Marketingmaßnahmen. Dazu gehören Messgrößen, Abrechnungsmodelle und Kennzahlen sowie Methoden zur Usability-Messung und -Optimierung. Wichtige Modelle wie die Buyer’s Journey, der Customer Decision Funnel und das AIDA-Modell werden im Kontext moderner Marketingprozesse erläutert. Ergänzend wird das 4R-Modell (Recognition, Relevance, Reward, Relationship) vorgestellt, das langfristige Kundenbeziehungen in den Mittelpunkt stellt. Auch die Budgetplanung und Budgetkontrolle ist Bestandteil dieses Moduls.
Ein weiteres Modul widmet sich dem Data Driven Marketing. Hier lernen die Teilnehmenden Konzepte wie Big Data, Smart Data sowie den Umgang mit First- und Second-Party-Daten kennen. Ziel ist es, Marketingstrategien stärker an realen Nutzerdaten auszurichten und datenbasierte Entscheidungen zu treffen.
Darüber hinaus werden rechtliche Rahmenbedingungen im digitalen Kommunikationsdesign vermittelt. Dazu gehören Urheber-, Persönlichkeits- und Nutzungsrechte, Informationspflichten im Internet sowie Marken-, Wettbewerbs- und Äußerungsrecht. Auch gesetzliche Grenzen unerlaubter Werbung sowie Grundlagen der Markenanmeldung und Markenüberwachung werden behandelt.
Neben strategischen und analytischen Kompetenzen erwerben die Teilnehmenden umfangreiche gestalterische Fähigkeiten in der Medienproduktion. Im Adobe Premiere Pro Kurs lernen sie den professionellen Umgang mit der Videobearbeitung. Inhalte sind unter anderem die Organisation von Projekten, das Schneiden und Montieren von Videoclips, der Einsatz von Übergängen, Effekten und Farbkorrekturen sowie das Arbeiten mit Audio, Titelsequenzen und Motion-Tracking. Außerdem lernen die Teilnehmenden Import- und Exportfunktionen kennen und erfahren, wie Premiere Pro mit anderen Adobe-Anwendungen kombiniert werden kann.
Im After Effects Kurs beschäftigen sich die Teilnehmenden mit Motion Design und visuellen Effekten. Sie lernen den Aufbau von Kompositionen, das Arbeiten mit Keyframes, Ebenen und Masken sowie die Erstellung von Animationen und 3D-Effekten. Weitere Inhalte sind Licht- und Kamerafunktionen, Zeitverzerrung, Keying, Motion Tracking sowie Rendering- und Exportprozesse für unterschiedliche Medienformate.
Ein weiterer zentraler Bestandteil der Weiterbildung ist User Experience (UX) und User Interface (UI) Design. Zu Beginn werden grundlegende Konzepte wie Usability, Mental Models, Human Factors und nutzerzentrierte Gestaltung vermittelt. Die Teilnehmenden lernen den Human-Centered-Design-Prozess (HCD) nach ISO 9241-210 kennen, der als strukturierter Ansatz zur Entwicklung gebrauchstauglicher digitaler Systeme dient.
Im Rahmen dieses Prozesses analysieren sie zunächst den Nutzungskontext digitaler Produkte. Dazu werden Methoden wie Personas, Empathy Maps, Customer Journeys, Fokusgruppen und Fragebögen eingesetzt. Anschließend werden Nutzungsanforderungen mithilfe von Szenariomodellen, Aufgabenmodellen, Kontextinterviews, Tagebuchstudien und teilnehmender Beobachtung spezifiziert.
Darauf aufbauend entwickeln die Teilnehmenden konkrete Gestaltungslösungen. Dabei werden unter anderem die 7 Dialogprinzipien der ISO 9241-110 sowie die 10 Usability-Heuristiken nach Jakob Nielsen berücksichtigt. Zusätzlich werden Grundlagen der visuellen Wahrnehmung, der Informationsarchitektur sowie der Navigation digitaler Systeme vermittelt. Methoden wie Flow Charts, User Flows, Sitemaps und Card Sorting helfen dabei, komplexe Informationsstrukturen nutzerfreundlich zu gestalten.
Im Bereich User Interface Design lernen die Teilnehmenden, konsistente Designsysteme zu entwickeln. Dazu gehören Styleguides, UI-Kits, Pattern Libraries und Design Systems. Außerdem werden Konzepte wie Atomic Design und Mobile-First-Design behandelt.
Die praktische Umsetzung erfolgt mit modernen Design-Tools wie Figma und Adobe XD. Die Teilnehmenden erstellen Wireframes, responsive Layouts und interaktive Prototypen, die zur Planung und Visualisierung digitaler Produkte eingesetzt werden können.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Usability-Evaluation. Die Teilnehmenden lernen verschiedene Testmethoden kennen, darunter Thinking-Aloud-Tests, A/B-Testing sowie standardisierte Fragebögen wie UEQ, AttrakDiff oder VisAWI, mit denen sich die Nutzererfahrung systematisch bewerten lässt.
Darüber hinaus vermittelt die Weiterbildung auch technische Grundlagen des Webdesigns. Im Webdesign Kurs mit HTML5 und CSS3 lernen die Teilnehmenden den strukturellen Aufbau moderner Webseiten kennen und arbeiten mit Entwicklungsumgebungen wie Adobe Dreamweaver und Notepad++. Inhalte sind unter anderem HTML-Tags und Attribute, Hyperlinks, Listen, Tabellen, Formulare sowie die Gestaltung mit CSS3. Auch die Erstellung responsiver Webseiten wird behandelt, sodass Inhalte auf unterschiedlichen Endgeräten optimal dargestellt werden können.
Ergänzend lernen die Teilnehmenden im Modul Planung und Strukturierung von Websites, wie Webprojekte konzipiert und organisiert werden. Dazu gehören Konzeptentwicklung, Ressourcenplanung sowie rechtliche Aspekte wie Impressum, Datenschutz und Haftungsausschluss.
Im anschließenden WordPress Kurs lernen die Teilnehmenden den praktischen Umgang mit einem der meistgenutzten Content-Management-Systeme. Sie erstellen Seiten und Beiträge, verwalten Medien und Benutzerrollen und gestalten Layouts mit Menüs, Widgets und Themes.
Mehrere praxisorientierte Projektarbeiten sind integraler Bestandteil der Weiterbildung. In diesen Projektphasen wenden die Teilnehmenden die erlernten Methoden und Werkzeuge auf konkrete Aufgabenstellungen an. Sie entwickeln eigene Kommunikationskonzepte, gestalten Medienprojekte und präsentieren am Ende ihre Ergebnisse. Dadurch wird sichergestellt, dass theoretisches Wissen unmittelbar in praktische Kompetenzen überführt wird und die Teilnehmenden optimal auf berufliche Aufgaben im Kommunikationsdesign vorbereitet sind.
In diesem Lehrgang sind KI-Lerninhalte inklusive, um dich auf wichtige Themen in der Digitalisierung für deinen beruflichen Werdegang vorzubereiten. Die KI-Themen sind fachbezogen und orientieren sich somit an der Kommunikationsdesigner:in Weiterbildung.

