Kurzarbeit trifft die Menschen an einer empfindlichen Stelle: Das Gehalt kommt gekürzt, aber die Fixkosten bleiben. Wie tief die Lücke wirklich ist, lässt sich vorrechnen – und genau das macht dieser Rechner. Er läuft direkt im Browser, ohne Anmeldung und ohne dass deine Daten irgendwo landen.
Was der Rechner leistet
Du gibst zwei Beträge ein: dein Soll-Entgelt, also das Brutto, das du ohne den Arbeitsausfall verdient hättest, und dein Ist-Entgelt, also das, was während der Kurzarbeit tatsächlich auf der Abrechnung steht. Dazu wählst du Steuerklasse und ob mindestens ein Kind im Haushalt lebt.
Am Ende stehen drei Zahlen: das Kurzarbeitergeld, dein Einkommen insgesamt aus Ist-Lohn plus Kurzarbeitergeld und der Verlust im Vergleich zum vollen Gehalt. Der letzte Wert ist für die meisten der entscheidende, denn er zeigt schwarz auf weiß, wie groß die Lücke ist, die überbrückt werden muss.
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Wie gerechnet wird
Der Rechner folgt dem Weg des § 106 SGB III, also genau dem, was die Agentur für Arbeit auch ansetzt:
Zuerst werden Soll- und Ist-Entgelt auf die Beitragsbemessungsgrenze begrenzt. Dann werden beide pauschaliert, das heißt, es werden 20 % Sozialversicherungspauschale und eine fiktive Lohnsteuer nach deiner Steuerklasse abgezogen. Die Differenz zwischen den beiden Nettobeträgen ist die Nettoentgeltdifferenz. Davon bekommst du 60 % ohne Kind oder 67 % mit Kind.
Bei 2.500 € Soll-Entgelt und 1.250 € Ist-Entgelt in Steuerklasse III mit Kind ergibt das rund 665 € Kurzarbeitergeld im Monat.
Was der Rechner nicht kann
Er ist eine Orientierung, kein Bescheid. Die Agentur für Arbeit liest die pauschalierten Nettobeträge aus amtlichen Tabellen ab, deshalb weicht das Ergebnis um einige Euro ab. Die Höhe kann außerdem nur der Arbeitgeber beantragen, der Rechner ersetzt also keine Abrechnung, sondern hilft beim Prüfen.